Hinterhältiger Kulturangriff
Zweitägiges Hinterhalt-Festival Kunstschaffende rund um den Qbus organisieren ein Festival und lassen damit nach der Villa-am-Aabach-Ära die Muskeln spielen. Stadtpräsident Martin Bornhauser benennt es in seinem Editorial eloquent: «Zwischen Freie- und Florastrasse blüht seit ein paar Jahren ein namenloses und fruchtbares Hinterland. Dort, im suburbanen und hinterhältigen Raum bei der Braschlergasse erobern verschiedene Unkräuter sukzessive ihren Platz.» Und diese «kulturellen Unkräuter» machen nun Ernst: Am 6./7. Juni veranstalten sie das zweitägige Hinterhalt-Festival, das tatsächlich vollrohrig abdrückt. Das Organisationskomitee wartet mit gewichtigen Namen der Ustermer Kulturszene auf: Marion Mühlebach von zapzarap, der international bekannte Schlagzeuger Lucas Niggli, Frank von Niederhäusern als Vertreter des Filmvereins qtopia oder Röbi Hess vom Künstlerduo Köfer/Hess. Ein wahres Sommerfestival Das Programm selbst offeriert pure Vielfalt: Zapzarap singen live, das Schlagzeugduo Lucas Niggli und Flo Reichle spielen auf einem von Köfer/Hess angefertigten Schlagzeug aus Leichtmetall und Styropor, das Projekt für andere Musik feiert zwei Exklusivprojekte, das qtopia zeigt Filme. Die Bands The Pint und Konvex spielen, Dieter Zwicky und Nicolas Lindt lesen, Raphael Urweider slamt, und DJ Pez mixt. Es tanzen Schüler von Eva Gasser, und die Villa Grunholzer wird ebenso mit einbezogen. Dazu wird bis in beide Sommernächte hinein Kulinarisches angeboten, und mit einem Badge für zehn Franken besucht man die Veranstaltungen, die man einzeln mit einer Kollekte unterstützen kann. Und nochmal der Stadtpräsident: «Entdecken Sie die ungebändigte Kraft autochthoner Ustermer Kultur: spielerisch, villabefreit, parteinehmend.» (lei) Artikel im ZO-Online vom 28. 4. 2009 |
Anzeiger von Uster/Zürcher Oberländer, 28. April 2009 |